Gletscherlagune Jokulsarlon

Tag 17/19 – Von Skaftafell mit seinem Wasserfall inmitten von Basaltfelsen ging es weiter die Südküste entlang, mitten durch die wunderschönen Lava-Felder von Eldhraun. Also wer denken sollte, Moos sei langweilig, sollte hier mal vorbeikommen.

Es ist ganz weich wie ein dicker Perserteppich, und man sinkt Zentimeter tief hinein. Ich bin übrigens nicht sehr weit hineingelaufen – das Moss braucht lange, eh es sich wieder erholt. Auch hier hätte ich noch viel länger bleiben können, um zu fotografieren.

Tag 19/19 – Trotz vollen Reitprogramms auf Miðas schafften wir es, in der letzten Nach nach Haukadalur zu fahren. Der Große Geysir ist auch anlässlich unseres Besuchs nicht in die Luft gegangen. Aber Strokkur, der kleinere Geysir direkt daneben, der ganz pünktlich alle vier bis sechs Minuten eine Eruption produziert, tat uns den Gefallen.

Noch vor unserer Abfahrt in Richtung Airport Keflavik ging es dann ein letztes Mal aufs Pferd. Die beiden Tage auf Miðas hatten wir sonniges Wetter wie während der ganzen Reise nicht. Die Isländer selbst sprachen von einer „Hitzewelle“. Und uns versöhnten die 22 Grad tatsächlich für so manchen Regentag. Denn, ganz ehrlich, so sehr uns der Camper-Van mit seiner Komplettausstattung ans Herz gewachsen war, die Kälte vor allem in der ersten Hälfte der Reise setzte uns doch ganz schön zu.

Tag 16/19 – Tja, wie viele Bilder der Gletscherlagune Jokulsarlon gibt es da draußen im Netz? Wahrscheinlich Millionen. Und trotzdem hier noch eines mehr. Ursprünglich hatten wir in der Nähe der Lagune übernachten wollen, damit ich abends und morgens fotografieren könnte. Aber als wir da waren, reichte mir das Licht und wir fuhren weiter nach Skaftafell.

Naja, es waren auch einfach zu viele Menschen da. Jokulsarlon ist einer der spektakulärsten Orte in Island und zieht Touristen entsprechend an. Aber das extrem professionalisierte Geschäft um Schlauchboot- und Amphibienfahrzeig-Touren mit Fressbuden, Toiletten und überlasteten Bus- und Pkw-Parkplätzen mitten in dieser spektakulären Landschaft schreckt auch ab, um ganz ehrlich zu sein.

Tag 18/19 – Die letzten beiden Tage verbachten wir auf Miðas in der Nähe von Hella, einer der vielen Islandpferde-Farmen. Ein besonderer Wunsch von mir und wir hatten den Aufenthalt von unterwegs organisiert, Exploring Iceland war dabei eine großartige Hilfe.

Auch Anfänger können auf Miðas Tölt reiten, eine besondere Gangart der kleinen, flauschigen Islandpferde. Die Landschaft hier ist nicht so spektakulär wie im Norden oder Westen, aber die persönliche Betreuung, die toll trainierten Pferde und das Gästehaus waren mein persönliches Highlight.

Meine klare Empfehlung bei dieser Art zu reisen – Schlafsack mitnehmen, auch im Sommer!

Nach 19 ereignisreichen Tagen ging es wieder zurück nach Deutschland. Statt auf Masse haben wir gemeinsam auf Erholung gesetzt, ein paar Touristen-Attraktionen nahmen wir mit, aber längst nicht alle. Wir haben uns Zeit gelassen und gerne auch mal an unspektakulären Stellen einen Halt eingelegt. Es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich Island besucht habe. Allein schon der Pferde wegen, komme ich gern zurück.