Tadschikistan galt lange als stabiler Pufferstaat zum südlichen Nachbarn Afghanistan. Doch nun kommen immer mehr Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet – und bringen Unruhe in das zentralasiatische Land.

Abdulkadir Emal ist ein findiger Geschäftsmann. Der junge Afghane betreibt mit mehreren Landsleuten eine Autowerkstatt in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Über zu wenig Kunden kann er derzeit nicht klagen. „Wir kennen uns mit Toyota und Mercedes einfach besser aus“, sagt Emal und grinst.

Auch sonst florieren die Geschäfte zwischen Afghanistan und dem nördlichen Nachbarn. Seit die USA eine Brücke über den Grenzfluss gebaut haben, passieren täglich Dutzende von Lastwagen die Brücke nach Tadschikistan – beladen mit Waren wie Kartoffeln, Obst oder Zement, die in Afghanistan billiger sind.  – Der harmlose Grenzhandel ist nicht das Einzige, was beide Länder verbindet.

Financial Times Deutschland, 05.03.2010

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