scinexx.de, 10.07.2009

Weitab im östlichen Sibirien gelegen, lange Zeit unzugänglich und zunehmend durch Umweltverschmutzung bedroht, gibt er erst nach und nach seine Geheimnisse preis. Der Baikalsee – eine stete Herausforderung für Forscher und Umweltschützer zugleich.Hier wurde in den 1960er Jahren die russische Umweltbewegung gegründet, und hier fühlt sich die russische Seele so zu Hause wie nur an wenigen Orten sonst. Für die buddhistischen Burjaten und die Jakuten, ein in der Tundra Sibiriens beheimatetes Turkvolk, gilt der Baikalsee als „Heiliges Meer“.

Wie einzigartig der See tatsächlich ist, hat sich erst vor wenigen Jahrzehnten erschlossen, als vor allem russische Wissenschaftler begannen, den See genauer unter die Lupe zu nehmen. Leicht waren Expeditionen zum Baikalsee nie, liegt er doch weitab im östlichen Sibirien, das erst mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn erschlossen wurde. Lange eisige Winter und heiße Sommer, ein ausgeprägtes kontinentales Klima, haben hier aber auch dafür gesorgt, dass im und rund um den See eine einzigartige Flora und Fauna entstanden ist.

Wie der See und die umliegenden Wälder und Steppen miteinander verbunden sind, welche Mechanismen im See selbst einen so außergewöhnlichen Lebensraum schaffen, ist Wissenschaftlern bis heute nicht vollständig klar. Doch nach und nach lüften Forscher die Geheimnisse des Baikalsees, mitunter durch waghalsige Expeditionen, die den Taten der ersten Pioniere in Sibirien in Nichts nachstehen.

Auch am Baikalsee geht der Klimawandel nicht spurlos vorüber, hat der Mensch schon jetzt seine Spuren hinterlassen. Bisher ist das Ökosystem am Baikal, dem tiefsten und ältesten See der Erde überhaupt, noch relativ intakt. Dass es so bleibt, dafür setzen sich Wissenschaftler und Umweltschützer gemeinsam ein.

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