Sind interkulturelle Ehen – gelebte Liebe auf der Seidenstraße – der Schlüssel zu einer stärkeren Integration zwischen China und Kasachstan?

Foreign Policy (Ausgabe September/Oktober 2017) ist – begleitet durch meine Fotostrecke – der Frage nachgegangen und hat drei kasachisch-chinesiche Paare in Almaty getroffen, die mit Stereotypen brechen und die Verbindung der beiden kulturell unterschiedlichen Nachbarländer auf ihre jeweils ganz eigene Weise leben.

 

Liebe auf der Seidenstraße - interkulturelle Ehen zwischen Kasachen und Chinesen

Askar und Qiudi 

Askar Akhyltayev und Qiudi Zhang haben sich an der Universität in Seattle getroffen und leben jetzt gemeinsam in einer Designer-Wohnung in Almaty. Dazu gehört auch eine Hochzeitsfigur der beiden auf dem Flurtisch.

Qiudi stammt aus Shenzhen. Sie arbeitet in einer Marketing-Agentur.

 

 

 


 

Yerbolat und May

Yerbolat and May Ospanov sind seit 20 Jahren verheiratet. Sie haben sich 1994 kennen gelernt, als Yerbolat beruflich in Hongkong zu tun hatte.

 

 

„Nicht viele chinesische Frauen wären 1997 nach Kasachstan gezogen“, sagt May, indem sie sich lachend Yerbolat zuwendet. „Ich denke, wir sind ein bisschen anders als andere. Er ist ein unkonventioneller Kasache, und ich bin eine sehr unkonventionelle Chinesin.“


 

Benny und Zhanar

Benny Ng und Zhanar Akhmetova lernten sich 2009 über eine Dating-Website kennen. Er ist Dozent für Betriebswirtschaft an einer kasachischen Universität, sie ist Chefin eines Reisebüros für asiatische Touristen, die Kasachstan bereisen.

Vor allem Zhanars Eltern und Verwandte hatten anfangs Vorbehalte gegen die Beziehung. Doch die beiden setzten sich durch. Mittlerweile ist ihr drittes Kind auf die Welt gekommen. Alle Kinder tragen kasachische Vornamen und wachsen zweisprachig, mit Englisch und Kasachisch als Muttersprachen, auf.