Im Jahr 1981 bekam erstmals ein Team des westdeutschen Fernsehens um den ZDF-Reporter Dirk Sager die Dreherlaubnis für einen Film aus der Kasachischen SSR.  In der Mediathek des ZDF  ist der Film „Neuland aus der Steppe – Deutsche, Russen und Kasachen in Zentralasien“ heute noch einmal zu sehen.

Aus dem Pressetext von 1981:

In der zweitgrößten Sowjetrepublik Kasachstan, einer Steppenlandschaft, die sich südöstlich des Ural-Gebirges über Tausende von Kilometern erstreckt, siedeln heute fast eine Million Deutsche. Es sind die Nachfahren der Deutschen, die vor 200 Jahren nach Südrussland gingen und zwischen der Oktober-Revolution und dem Kriegsausbruch in einer eigenen, autonomen Sowjet-Republik an der Wolga lebten.

Von Stalin nach Sibirien und Kasachstan zwangsevakuiert, blieb ihnen die Rückkehr an die Wolga bis zum heutigen Tage versagt. Gemeinsam mit Kasachen und Russen arbeiten sie nun schon 40 Jahre an der Erschließung des an Bodenschätzen reichen Kasachstan. Insbesondere waren sie auch an der großangelegten Neulandgewinnung dieser mittelasiatischen Republik beteiligt, für die sich sowohl Generalsekretär Leonid Breschnew wie auch sein Vorgänger Nikita Chruschtschow eingesetzt haben. Im Vorfeld des Breschnew-Besuches in Bonn erhielten der Moskauer ZDF-Korrespondent und sein Kameramann die Erlaubnis, 8000 Kilometer weit durch Kasachstan zu reisen. Sie konnten beobachten und filmen was bislang keinem deutschen Korrespondenten gestattet war – in der Industrie und auf Staatsgütern, in Schulen und Kirchen. Ihr Bericht macht deutlich, was es heißt, als Deutscher in Kasachstan zu leben.